Wäller von den Muschelsuchern
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Der Anfang - Yves-Baggy - unsere kleine Wällerhündin

 

Wie ich zu meiner Familie kam......

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Frühjahr 2005 schlenderte mein Frauchen durch ein Kaufhaus und stöberte in den Zeitschriften. Durch Zufall las sie in einer Hundefachzeitschrift auf der letzten Seite einen Leserbrief über den Wäller. Was war denn das für eine Rasse? Noch nie gehört.
Da sie seit einiger Zeit auf der Suche nach einem ruhigen, ausgeglichenen, termperamentvollen, sportlichen, braven und familienbezogenen Hund war, setzte sie sich Zuhause sofort an den PC und hat gegoogelt. Aha, das ist er also, der Wäller. Da war es um sie geschehen. Das war der Hund, der passen würde.
Der Gedanke, wieder einen Hund bei sich aufzunehmen stand schon länger fest. Selbst mit Hunden groß geworden, einen Welpen gerettet und zum Reitbegleiter erzogen, den Ehemann mit Hund kennengelernt (Sönne, ein ähnlicher Wuschel wie der Wäller, aber undefinierbarer Rasse), war klar, nachdem die Söhne zu Teenagern geworden waren und nicht mehr soviel Wert auf Mamas Begleitung zum Sport usw. gelegt haben, ein Pferd aus Platzgründen nicht wieder in Frage kam, dass der Traum wieder einen Hund aufzunehmen immer wirklicher wurde. Die Famile war schnell überzeugt (der Hund darf nur nicht bellen, wenn wir spät nachts nachhause kommen -die Kids) und es wurde überlegt, ob man einem Hund wirklich gerecht wird. Vier halbe Tage die Woche gehe ich teilweise mit ins Büro meines Herrchens und habe dort alle Freiheiten (ich klaue oft mal einen Apfel oder ein Brötchen aus der Tasche einer Mitarbeiterin),  oder werde von den Söhnen gemanagt. (Die Jungs sind echt klasse. Ich glaube, ich bin der Liebling der Beiden). Der Rest der Woche gehört mir mit meinem Frauchen.

Dann wurden die verschiedenen Zuchtstätten im Netz angeschaut und angerufen, aber keine hatte zur Zeit Welpen. Aber die Gespräche haben viel Spass gemacht, weil Wällerbesitzer total vernarrt sind in ihre Lieblinge und dies auch jedem erzählen, der dafür ein offenes Ohr hat.

Am Muttertag fuhr mein Frauchen nach Hamburg in den Jenischpark, um sich den Wäller einmal im Original anzusehen. Dort findet an jedem ersten Sonntag im Monat ein Wällertreffen statt.
Leider traf sie dort an diesem Tag nur eine Wällerhündin. Unic war eine schöne Hündin, die mein Frauchen sofort als Wäller identifizierte. Sogleich wurde das Herrchen angesprochen und dieses Gespräch dauerte schon so an die zwei Stunden. Danach war ihr klar, der Wäller passt zu ihnen, wie die Faust aufs Auge.

 

 

 

Da, an einem Tag stellte die Züchterin vom Mount Palis (L. Brunn) ihre Welpen ins Netz. Der sofortige Anruf brachte die Ernüchterung. Alle Welpen waren schon vergeben. Aber sie kam auf die Warteliste.
Nach zwei Wochen kam ein überraschender Anruf von Frau Brunn. Ein Welpenbesitzer sei abgesprungen, ob mein Frauchen noch Interesse hätte und vorbeikommen wollte.
Na klar, und somit wurde es ernst. Die Zuchtstätte liegt auf einem riesigen Gelände und wir Welpen waren mit unserer Mutti Misery (eine unendlich liebe Hündin) in einem sehr großen Auslauf, mit viel Spielzeug und Geräten.


 

Die anderen großen Hunde haben mein Frauchen, als sie ankam, nicht angebellt, sondern freundlich angesungen.
Als sie dann endlich in meinen Auslauf kam, konnte sie kaum auftreten, da wir, sechs Welpis mit unserer Mutti, sie umringten. 
Wir waren zwei Schwarzbraune und vier Bunte. Nach einiger Zeit kam auch noch mein Papa Quax mit in den Auslauf und himmelte uns alle an. Er hat sich sofort zu meinem Frauchen gesetzt und sich streicheln lassen.
Mein Frauchen wollte unbedingt weibliche Verstärkung im Haus und so hatte sie die Auswahl zwischen der Fünftgeborenen (meiner Wenigkeit) und Sechstgeborenen. Mein Frauchen sollte Frau Brunn noch erzählen, was sie mit dem Hund machen wolle. Mein Frauchen sagte, lange Spaziergänge machen und Radfahren. (An Hundesport incl. Ausbildung und eventuell züchten hatte sie noch keine Gedanken verloren, das kam alles erst sehr viel später) Da sagte meine Züchterin, mein Frauchen solle die kleine Dicke nehmen und zeigte auf mich (das fand ich ganz schön frech- irgendwie fühlte ich mich auch gar nicht angesprochen und habe hinter mich geguckt, ob da noch eine meiner Schwestern lag, war aber nicht).
Mein Frauchen sagte, das sei ok, aber letztendlich sollte mein Herrchen tags drauf  entscheiden, wer mit zu ihnen nach Hause mitgenommen werden sollte. (Mein Frauchen dachte bestimmt, die Bindung zwischen mir und dem Herrchen würde besser sein, wenn er das Gefühl hätte, er hätte mich ausgesucht, weibliche Logik, oder?). Der kam dann auch gleich am nächsten Tag mit vorbei und ich habe mich ganz schnell auf seinen Fuss gesetzt und ihn angeschaut. Dann hat er auch  gleich gesagt, dass er die Kleine Dicke (?!?) will. So einfach war das........
Dann brauchte ich noch ein paar Wochen um richtig groß zu werden und mein neues Frauchen hat mich jede Woche besucht. Beim Dritten Besuch brachte sie auch ihre beiden Söhne mit. Die gefielen mir echt gut. Die waren nämlich schon fast erwachsen und würden mir bestimmt nicht soviel an meinem Fell rupfen. (Was dann aber tätsächlich auf mich mit den beiden zukam, erzähle ich später).
Dann kam der 19. Juni 2005. Ich hatte morgens gefrühstückt und noch ein bisschen mit meiner Mutti getobt (meine Geschwister waren irgendwie alle verschwunden). Da kam dann mein neues Rudel angefahren. Ich habe sie schon gesehen, aber sie machten noch irgendetwas mit meiner Züchterin klar, was sie mit Papieren, Impfpass usw. benannten. Nach kurzer Zeit kamen sie dann zu mir und meiner Mutti. Dann haben wir noch zu fünft gespielt. Meine Mutti wurde mit einem mitgebrachten Handtuch abgerubbelt, und ich sollte das Handtuch dann mitbekommen (???).


 

Nach einiger Zeit wurde ich von meiner Züchterin hochgenommen und liebevoll in den Arm meines neuen Frauchens gelegt und meine Mutti sagte noch: Wir sehen uns dann bald im Jenischpark, kleine liebe Baggy. Dann stieg mein neues Rudel mit mir in eine Blechkiste auf Rädern und fuhr los. Als wir eine halbe Stunde unterwegs waren, ich kuschelte gerade schön mit meinem Frauchen, bekam ich auf einmal ein komisches Gefühl in der Magengegend und musste dann mein Frühstück wieder ausspucken. Das war eklig. (Hat mein Frauchen auch gesagt, und Herrchen hat nur gelacht und uns Zewa gereicht). In meinem neuen Zuhause angekommen, habe ich mich erst einmal in einem schönen Garten unter einen Gartentisch gelegt und Siesta gehalten. Dann bin ich nach ca. zwei Stunden aufgewacht und habe angefangen dieses neue Zuhause zu erkunden.......